WordPress-Basics

Die Grundeinstellungen eines WordPress-Blogs

Im Rahmen des heutigen Themas bei Webmaster Friday möchte auch ich meine Gedanken zu den WordPress-Grundlagen niederschreiben, und nehme damit zum ersten mal an einer Blogparade teil. Die grundlegende Fragestellung dazu lautet:

Heute geht es um die WordPress Basics. Was sind die Grundeinstellungen, die ihr bei Euch vorgenommen habt. Ob Permalinks, Ping-Services, Basic-Plugins oder Widgets. Welche bordeigenen WordPress-Features sollte man beim Aufbau eines neuen Blogs beachten – und welche sind eher nebensächlich. Gibt es Unterschiede hinsichtlich der Themes? Würdet ihr Anfangs das WP-eigene Theme „Twenty-Forteen“ laufen lassen? Bei manchen Themes sind ja nicht alle Widgets und Features nutzbar. Welche Standards sollte ein gutes Theme erfüllen? Gibt Gibt es Basic-Plugins, die wirklich jeder installiert haben sollte? Was sind Eure Erfahrungen – und wo seid ihr Euch unsicher?

Mittlerweile habe ich schon mehrere Websites und Blogs mit WordPress aufgesetzt, und kann daher alle gestellten Fragen ganz gut beantworten. Also, dann mal los!

Grundeinstellungen #

Nachdem eine WordPress-Installation abgeschlossen ist, passe ich als eine der ersten Einstellungen die Zeitzone an. Dies ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Optionen für deutsche WordPress-Nutzer, denn nicht auf jedem Webspace wird die Zeitzone während der Installation automatisch richtig erkannt. Damit zum einen die richtige Zeitzone gesetzt ist, und zum anderen auch die Zeitumstellung berücksichtigt wird, stelle ich die Zeitzone immer auf „Berlin“ ein.

Sofern sich die Seite noch im Aufbau befindet und ich es während der Installation noch nicht gemacht habe, stelle ich die Sichtbarkeit für Suchmaschinen auf „Verbietet Suchmaschinen die Website zu indexieren“. Damit stelle ich sicher, dass Google und andere Suchmaschinen die Website nicht schon indexieren, obwohl sie noch eine reine Baustelle ist. Sobald die Website in einem einigermaßen guten Zustand ist, entferne ich den Haken wieder.

Eine weitere wichtige Einstellung sind die Permalinks. Die kryptischen Standard-Permalinks bestehend aus der jeweiligen Beitrags-ID erfreuen weder die Besucher noch Suchmaschinen, daher stelle ich diese meistens auf „Beitragsname“, oder auf eine benutzerdefinierte Struktur. Die Kategorie- und Schlagwort-Basis passe ich ebenfalls an, sofern ich Kategorien und Schlagwörter auch verwende.

Bei den Medien-Einstellungen deaktiviere ich oft auch die Option „Organisiere meine Uploads in monats- und jahresbasierten Ordnern“, sodass alle hochgeladenen Bilder direkt im Hauptverzeichnis der Uploads liegen, und nicht in unterordnen. Ob dies sinnvoll ist, hängt sicherlich davon ab, wie man die betriebene Website aufbauen möchte, und wie viele Bilder man hochlädt. Würde ich Bilder immer nur für einen einzigen Beitrag verwenden, und mehr als 30 Bilder im Monat hochladen, so wäre diese Option bei mir wahrscheinlich weiterhin aktiv.

Falls man bei einem Blog-Verzeichnis wie z.B. Bloggerei.de angemeldet ist, sollte man dessen Ping-Adresse bei den Update Services hinzufügen. So wird das Blog-Verzeichnis immer sofort über neue Artikel benachrichtigt, die dann auf der Website des Verzeichnisses angezeigt werden. Zum Spaß habe ich außerdem alle Update-Services aus dem offiziellen WordPress-Codex eingetragen. Ob das einen wirklichen Vorteil bringt weiß ich nicht, meine Ping-Liste sieht jetzt jedenfalls folgendermaßen aus:

http://rpc.pingomatic.com/
http://rpc.bloggerei.de/ping/
http://rpc.twingly.com
http://api.feedster.com/ping
http://api.moreover.com/RPC2
http://api.moreover.com/ping
http://www.blogdigger.com/RPC2
http://www.blogshares.com/rpc.php
http://www.blogsnow.com/ping
http://www.blogstreet.com/xrbin/xmlrpc.cgi
http://bulkfeeds.net/rpc
http://www.newsisfree.com/xmlrpctest.php
http://ping.blo.gs/
http://ping.feedburner.com
http://ping.syndic8.com/xmlrpc.php
http://ping.weblogalot.com/rpc.php
http://rpc.blogrolling.com/pinger/
http://rpc.technorati.com/rpc/ping
http://rpc.weblogs.com/RPC2
http://www.feedsubmitter.com
http://blo.gs/ping.php
http://www.pingerati.net
http://www.pingmyblog.com
http://geourl.org/ping
http://ipings.com
http://www.weblogalot.com/ping

Bin ich eigentlich der einzige, mit einer so langen Ping-Liste? 😉

Themes #

Das Theme ist wohl neben dem Inhalt das wichtigste an einem WordPress-Blog, denn nicht umsonst können moderne Bildschirme mehr als 16 Millionen verschiedene Farbtöne auf einem einzigen Pixel darstellen.

Bei der Suche nach einem geeigneten Theme suche ich meistens sowohl nach kostenlosen, als auch nach kostenpflichtigen Themes. Diese passe ich in der Regel jedoch an, da es fast immer Dinge gibt, die man für dir jeweilige Website optimieren kann.

Natürlich kann man auch ein Standard-Theme wie Twenty-Forteen verwende. Das hat allerdings den Nachteil, dass der Wiedererkennungswert der Website dadurch verloren geht, da es etliche Seiten im Netz gibt, die das gleiche Theme und somit sehr ähnlich aussehen verwenden.

Der klare Vorteil von einem Standard-Themes ist aber, dass alle Standards von WordPress einwandfrei funktionieren, und neue Plugins in der Regel auch mit den Standard-Themes getestet werden. Schon oft musste ich Themes anpassen, da irgendetwas mit einem Plugin nicht richtig funktioniert hat, oder falsch dargestellt wurde.

Wenn man sowohl sicherstellen will, dass alle Standard-Funktionalitäten von WordPress richtig funktionieren, gleichzeitig aber auch einen Wiedererkennungswert geboten wird, dann ist es sicherlich eine gute Idee, ein Standard-Theme zu nehmen, und es an die Anforderungen des Projektes anzupassen. Dabei werden natürlich entsprechende technische Kenntnisse vorausgesetzt, die für die Modifikation des Quellcodes erforderlich sind.

Ich habe vor kurzem mal ein eigenes Theme mit dem Namen ColorLight entwickelt, bei dem ich das recht einfach gehaltene und zwei Jahre zuvor veröffentlichte Standard-Theme Twenty Twelve genommen, und es grafisch etwas aufgepeppt habe. Da habe ich im Grunde nur am CSS-Code gefeilt, und musste kaum etwas an den PHP-Templates verändern. Auf diese Weise kann man sich also ein individuelles Theme mit relativ wenig Aufwand erstellen.

Screenshot des WordPress-Themes ColorLight

Screenshot meines WordPress-Themes ColorLight

Plugins #

Es gibt eine Menge Plugins für WordPress, und welche man benötigt, hängt davon ab, was man mit WordPress alles machen möchte. Seit ich WordPress benutzte, habe ich die verschiedensten Plugins ausprobiert. Im Plugin-Verzeichnis von WordPress sieht man oft schon an der Bewertung, ob ein Plugin gut oder totaler Schrott ist.

Einige Plugins gibt es aber, die ich auf fast allen meiner WordPress-Seiten verwende, da sie im Grunde für jede Website geeignet sind:

  • Antispam Bee – ein datenschutzkonformes Plugin zur Bekämpfung von Spam-Kommentaren, entwickelt von dem bekannten WordPress-Entwickler Sergej Müller
  • Shadowbox JS – Ein Lightbox Plugin, in dem Bilder und andere Medien beim Anklicken vergrößtert dargestellt werden, während der Hintergrund ausgeblendet wird. Das Plugin wurde zwar schon lange nicht mehr geupdated, läuft aber immer noch ohne Probleme, und sieht verdammt gut aus.
  • Share Decentral – Ein von mir selbst entwickeltes Plugin, was die originalen Facebook-, Twitter- und Google+-Buttons grafisch eins zu eins imitiert, dabei aber keine externen Anfragen an fremde Server sendet, bevor die Buttons geklickt werden (Datenschutz). Es wird aber trotzdem nur ein Klick zum Anklicken benötigt, und nicht zwei.
  • WordPress SEO by Yoast – Ein umfangreiches Plugin zur Suchmaschinenoptimierung von WordPress. Ich verwende zwar nicht auf jedem Blogs auch alle Funktionen des Plugins, aber dennoch bietet es aufgrund des Umfangs für jeden einen sinnvollen Verwendungszweck.
  • Contact Form 7 – Vielleicht nicht unbedingt notwenig, aber ein Kontaktformular macht sich immer gut.

Falls man viele Plugins verwendet und auch gerne mal mit neuen Plugins herumexperimentiert, kann ich noch den P3 Plugin Performance Profiler empfehlen, der die Geschwindigkeit der einzelnen Plugins misst, und so die Geschwindigkeits-Räuber unter den verwendeten Plugins ausfindig macht.

Ach ja, bevor ich es vergesse zu erwähnen, alle vorgestellten Plugins sind übrigens komplett kostenlos. 😉

Schlusswort #

So, das war meine Teilnahme an der Blogparade von Webmaster Friday. Der Text ist zwar etwas länger geworden als wie ich ihn ursprünglich geplant habe, aber so konnte ich nun alle Informationen einbringen, die ich für wichtig halte.

Abschließend möchte ich hier noch auf die anderen Teilnehmer der Blogparade verweisen. Das sind:

Es gibt 3 Kommentare gehe zum kommentieren

Andy (Website) schreibt am

Interessanter Artikel. Ich denke grade am Anfang ist es sehr wichtig, dass die Webseite, wenn sie noch im Aufbau begriffen ist, nicht sofort von den Suchmaschinen indexiert wird. Auch finde ich die vorgeschlagenen Plugins sehr nützlich, insbesondere das SEO Tool von Yoast und die Antispam Bee, die sehr gut arbeitet (… bisher wurden bei meinem Blog alle Spam- Kommentare zuverlässig erkannt und kein Spam- Kommentar gelangte bis zur Veröffentlichung).

Antworten »
Profilbild von Primaweb
Primaweb (Website) schreibt am

Danke für deinen Beitrag, meine Frage: Ich bin ein WordPress Neuling und möchte gleich richtig anfangen. Mit einem älteren Webdesign Werkzeug habe ich etwa 90 Webseiten erstellt, Diese möchte ich nun Stück für Stück, wenn der Kunde es wünscht, auf WP umstellen. Diese haben eigene Konten (Sites), Designs, Domains, manche sind mehrsprachig, etc. Aber nur eine Web-Software mit FTP zum Hochladen (Dreamweaver). Ist dieses Setup auch in WP möglich, eine WP Software, viele separate Konten, oder muss die WP-Software für jedes Konto heruntergeladen und dort gespeichert werden und eigene MYSQL angelegt werden?
Gibt es dazu ein spezielles Plugin oder welchen Rat würdest du mir geben?

Antworten »
    Profilbild von WordPlus.de
    WordPlus.de (Website) schreibt am

    Die WordPress-Software muss nicht unbedingt für jede Website erneut hochgeladen und installiert werden. Es gibt auch die Möglichkeit, mehrere Webseiten aus einer einzigen WordPress-Installation heraus zu betreiben, eine sogenannte „Multisite“.

    Mit eine Multisite verwendet man dann auch ein und die gleiche Benutzerbasis für alle Webseiten, man kann die Rechte der Benutzer aber für jede Website separat verwalten.

    Eine Anleitung zur Einrichtung der Multisite findest du hier: Das umfassende WordPress Multisite-Tutorial: mehrere Blogs mit einer Installation

    Dort wird dann auch erklärt, wie man eine Website auf eine eigenständige Domain anstatt einer Subdomain schaltet (mithilfe des Plugins WordPress MU Domain Mapping).

    Ich hoffe ich konnte dir hiermit weiterhelfen.

    Antworten »

Hinterlasse eine Antwort!




Blogroll · Kontakt · Impressum