Was ist WordPress?

Alles, was du über WordPress wissen musst

das Logo von WordPress

Das Logo von WordPress

WordPress ist ein Content-Management-System, also eine Software, mit der sich eine Website erstellen und deren Inhalte verwalten lassen. Es zeichnet sich vor allem durch seine hohe Anpassbarkeit und Benutzerfreundlichkeit aus.

Die WordPress-Software ist vollständig Open-Source, was bedeutet, dass der Programmcode für jeden frei einsehbar ist, und sich jeder WordPress kostenlos herunterladen, installieren, und daraufhin verwenden kann.

Verbreitung von WordPress #

WordPress ist das meistverwendete CMS überhaupt. Laut den Statistiken von W3Techs laufen mehr als die Hälfte – nämlich 61% – aller Websites, die ein CMS verwenden, mit WordPress. Nach den Statistiken von BuiltWith hat WordPress einen Marktanteil von 45,78%, womit WordPress jedoch immer noch das meistgenutzte CMS ist. In beiden Statistiken folgen auf WordPress mit weitem Abstand die anderen Content-Management-Systeme Joomla, Drupal und Typo3.

Zählt man auch Websites die ohne ein CMS erstellt wurden mit, so liegt WordPress bei der W3Techs-Statistik immerhin noch bei 22,1%. Die aktuelle WordPress-Version 4.0 wurde nach eigenen Angaben bisher mehr als 30,8 Millionen Mal heruntergeladen.

Aufgrund der hohen Verbreitung existiert auch eine große und vor Allem aktive Community rund um WordPress. Neulinge finden in entsprechenden Support-Foren wie dem von WordPress Deutschland Unterstützung und Hilfe bei ihren Fragen. Viele Probleme lassen sich aber auch schon über eine einfache Google-Suche lösen, da es genügen Webseiten im Internet gibt, die sich mit WordPress beschäftigen. Darunter auch genügend deutschsprachige Seiten.

Etwa Ende des Jahres 2009 hat WordPress den vorherigen Anführer Joomla in Google Trends überholt, und ist seither das CMS mit den meisten Suchanfragen bei Google. Während das Interesse an Drupal, Typo3 und vor allem an Joomla am sinken ist, steigt das Interesse an WordPress nach oben an.

Interesse an WordPress, Joomla, Drupal und Typo3 in Google Trends

Interesse an WordPress, Joomla, Drupal und Typo3 in Google Trends

Eigenschaften von WordPress #

Obwohl WordPress ursprünglich als reine Blogging-Software gestartet wurde, entwickelte sie sich im Laufe der Zeit zu einem vollwertigen Content-Management-System, mit dem sich auch andere Websites umsetzen lassen.

Da WordPress in der Scriptsprache PHP geschrieben ist, wird für den Betrieb einer WordPress-Installation auch ein Webspace benötigt, der PHP unterstützt. Außerdem wird eine MySQL-Datenbank benötigt, in der alle Inhalte der Website gespeichert werden.

Das Design einer mit WordPress betriebenen Website wird durch das aktivierte Theme gesteuert, was aus technischer Sicht eine CSS-Datei sowie Templates beinhaltet, welche das HTML-Grundgerüst der Webseite generieren. Im offiziellen Theme-Verzeichnis stehen momentan mehr als 2.500 verschiedene Themes kostenlos zur Verfügung.

Zudem gibt es noch weitere Quellen für WordPress-Themes, darunter auch Anbieter von sogenannten Premium-Themes, wobei es sich um kostenpflichtige Themes handelt. Premium-Themes sind meist Anpassungsfähiger als kostenlose Themes, und verfügen oft über besondere Funktionen.

Inhalte und Editor #

einen Beitrag in WordPress bearbeiten

einen Beitrag in WordPress bearbeiten

WordPress unterstützt standardmäßig zwei grundlegende Inhalts-Typen, nämlich Seiten und Beiträge. Bei beiden können die Inhalte mit dem integriertem Webeditor namens TinyMCE bearbeitet werden, entweder im visuellem- oder im HTML-Modus.

Während man im HTML-Modus am Quelltext des Inhaltes arbeitet, werden im visuellen Modus die Inhalte grafisch dargestellt. Der Text kann dabei über verschiedene Buttons formatiert und ausgerichtet, Überschriften können als solche gekennzeichnet, und diverse Darstellungsformen wie Listen oder Zitate können eingesetzt werden.

Ein solcher visueller Editor wird übrigens als sogenannter WYSIWYG-Editor bezeichnet, was die englische Abkürzung für „What You See Is What You Get“ ist, und auf deutsch übersetzt so viel bedeutet wie „Was du siehst, ist was du bekommst“.

Der Unterschied zwischen Seiten und Beiträgen besteht darin, dass Beiträge im Gegensatz zu Seiten in Kategorien und Schlagworte eingeteilt werden können, und in zeitlicher Reihenfolge nacheinander archiviert werden. Daher verwendet man Beiträge in der Regel für zeitabhängige Inhalte wie Blogbeiträge oder Neuigkeiten, bei denen den Besuchern immer zuerst die neusten angezeigt werden sollen, während man Seiten für statische Inhalte wie beispielsweise eine „über uns“-, Kontakt-, oder Impressums-Seite einsetzt.

Bilder in WordPress #

ein Bild in einen Beitrag einfügen

ein Bild in einen Beitrag einfügen

In WordPress können auch Bilder hochgeladen, und daraufhin in Inhalte eingefügt werden. Dies kann entweder direkt über den Editor stattfinden, oder separat über den Menüpunkt „Medien“.

Nach dem Upload erzeugt WordPress automatisch verschiedene Auflösungen des hochgeladenen Bildes, damit bei besonders großen Bildern nicht die originale Auflösung geladen werden muss, wenn das Bild auf der Webseite in einer kleinere Auflösung dargestellt wird.

Jedes Bild hat einen Namen, welcher standardmäßig dem Dateinamen der hochgeladenen Datei ohne Dateiendung entspricht. Außerdem kann Bildern eine Beschriftung gegeben werden, die nach dem einfügen unterhalb des Bildes angezeigt wird, sowie eine Beschreibung, die beim Überfahren mit der Maus angezeigt wird, und ein alternative Text, der in Browsern ohne Bilder-Unterstützung angezeigt wird.

Beiträgen kann ein spezielles Beitragsbild zugewiesen werden, welches dann je nach verwendeten Theme an einer speziellen Position auf der Webseite dargestellt wird, sofern das verwendete Theme dies unterstützt.

Kommentare zu Inhalten #

Je nach Einstellungen können Inhalte von den Besuchern kommentiert werden. Ob es Besuchern erlaubt ist, einen Kommentar zu hinterlassen, kann für jeden Inhalt individuell eingestellt werden. Die Standardeinstellung davon kann in den „Diskussions“-Einstellungen von WordPress festgelegt werden.

Außerdem lässt sich in den Einstellungen unter Anderem auch festlegen, ob alle Besucher oder nur registrierte Benutzer einen Kommentar hinterlassen dürfen, ob Besucher beim Kommentieren einen Namen und eine Email-Adresse hinterlassen müssen, und ob man auf andere Kommentare antworten kann, und Antworten daraufhin verschachtelt werden.

Kommentare moderieren und genehmigen

Kommentare moderieren und genehmigen

WordPress bietet zudem die Option, dass Kommentare nicht sofort öffentlich sichtbar sind, sondern vor der Veröffentlichung von einem Administrator überprüft und freigeschaltet werden müssen.

Wenn ein Besucher nun einen Kommentar hinterlässt, so bekommt dieser daraufhin angezeigt, dass sein Kommentar auf die Freischaltung wartet.

Ein Administrator kann diesen Kommentar daraufhin in der Kommentar-Moderation überprüfen, und ihn entweder genehmigen oder als Spam markieren.

Benutzer und deren Rollen #

Wie für ein CMS typisch, können in WordPress mehrere Benutzer angelegt und verwaltet werden. Ein frisch installiertes WordPress enthält nur den Benutzer namens Admin, der die umfassenden Administrator-Rechte besitzt. Von diesem Benutzer aus können über den Admin-Bereich weitere Benutzer hinzugefügt werden. Alle Benutzer müssen einen Namen, eine E-Mail-Adresse sowie eine Rolle haben.

Die Rolle eines Benutzers legt fest, welche Rechte dieser hat. WordPress kennt von Grund auf folgende Benutzerrollen, mit diesen Rechten:

  • Abonnent – kann nur sein eigenes Profil bearbeiten, und Kommentare über seinen Account hinterlassen
  • Mitarbeiter – kann eigene Beiträge erstellen und bearbeiten, diese müssen aber vor der Veröffentlichung durch einen Administrator geprüft werden
  • Autor – kann eigene Beiträge erstellen, bearbeiten, und diese eigenständig veröffentlichen oder löschen, sowie Bilder hochladen
  • Redakteur – kann alle Beiträge und Seiten ansehen, bearbeiten, veröffentlichen oder löschen, Bilder hochladen, Schlagworte verwalten, und Kommentare moderieren
  • Administrator – hat uneingeschränkte Rechte, und kann somit Benutzer hinzufügen, alle Einstellungen ändern, das Theme wechseln und Plugins aktivieren

WordPress mit Plugins erweitern #

Die Funktionalität von WordPress lässt sich mit Plugins erweitern. Plugins sind untergeordnete PHP-Programme, die beim Aufruf in WordPress geladen werden, und das System so erweitern können. Dadurch wird es möglich, sich WordPress beliebig anzupassen.

Plugin aktivieren

ein Plugin im Admin-Bereich aktivieren

WordPress-Plugins können im Admin-Bereich verwaltet werden. Dort ist es möglich, sie automatisch zu installieren, und anschließend zu aktivieren.

Das offizielle Plugin Verzeichnis enthält momentan mehr als 30.000 kostenlose Plugins. Der Funktionsumfang dieser Plugins reicht von minimalen Funktionalitäten, bis hin zu einem großen Funktionsumfang.

Was man aus WordPress mithilfe von Plugins alles machen kann, zeigen z.B. die folgenden Plugins:

  • WooCommerce – erweitert WordPress um die Funktionalitäten eines online-Shops
  • bbPress – ergänzt WordPress um ein Forum, in dem sich die Benutzer austauschen können
  • BuddyPress – hiermit lässt sich ein soziales Netzwerk mit vielen Funktionen auf der Basis von WordPress erstellen
  • TablePress – Tabellen können als eigener Inhalts-Typ angelegt und verwaltet, und anschließend in andere Inhalte eingebunden werden

Weitere bekannte WordPress-Plugins, die nützliche Funktionen bereitstellen und die tägliche Arbeit mit WordPress erleichtern, sind zum Beispiel:

  • Antispam Bee – verschiebt typische Spam-Kommentare anhand verschiedener Kriterien automatisch in den Spam-Ordner
  • Custom Post Type UI – ermöglicht das Erstellen von benutzerdefinierten Inhalts-Typen, sowie das Erstellen von weiteren Taxonomien (wie es auch Kategorien und Schlagworte sind)
  • Easy Table – hiermit können Tabellen per Shortcodes direkt im Inhalt erstellt werden
  • WordPress SEO by Yoast – ein umfassendes Plugin zur Suchmaschinenoptimierung von WordPress

Zusammenfassung #

WordPress ist ein benutzerfreundliches CMS, mit dem Inhalte einfach und intuitiv verwaltet werden können, auch von mehreren Benutzern. Es ist weit verbreitet, und hat eine große Community.

Zur Bearbeitung der Inhalte steht in WordPress ein visueller Editor zur Verfügung, mit dem sich auch Bilder hochladen und in den Inhalt einfügen lassen. Sofern man dies wünscht, können Besucher Kommentare zu einem Inhalt hinterlassen.

Es existieren viele Themes und Plugins für WordPress, mit dem sich das Design festlegen, und WordPress erweitern lässt. Als Inhalts-Typen kennt WordPress standardmäßig Seiten und Beiträge, falls man weitere benötigt, so lassen sich mit Plugins wie Custom Post Type UI auch weitere Inhalts-Typen mit benutzerdefinierten Einstellungen anlegen.

Es gibt 7 Kommentare gehe zum kommentieren

Martin schreibt am

Klasse Übersicht, vor allem die Plugins. Mir war gar nicht bewusst, wie umfangreich WordPress ist!

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Gaby schreibt am

Hallo, könnte ich WP auch nutzen, ein Intranet aufzubauen und z.B. auch Webcasts einbinden? LG

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David (Website) schreibt am

Ich finde das es ein sehr Guter Kommentar zu WordPress ist. Ich selbst hatte es einmal, musste es danach jedoch wieder löschen.
Meine Frage ist, muss man WordPress direkt auf die HP Laden oder geht das auch anders ? ich selbst hatte es direkt auf die Hp geladen, somit war die fertige HP nichtmehr zu besuchen. Kann man das dann direkt bearbeiten, sodass Nutzer auch wieder auf die Homepage kommen können? LG

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    Profilbild von WordPlus.de
    WordPlus.de (Website) schreibt am

    Du kannst WordPress z.B. in einem Unterverzeichnis installieren, wenn du im Hauptverzeichnis bereits eine andere Website hast. Dazu einfach einen neuen Ordner im Hauptverzeichnis anlegen und WordPress dann dahin hochladen und installieren.

    Antworten »

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